Schwerpunkte

  • Neben dem Vermitteln von Sprache und Lerninhalten liegt die Wichtigkeit der schulischen Maßnahmen dabei auch in ihrer Eigenschaft als konstanter Faktor und sicherer Raum seelischer Stabilität, sodass darauf zu achten ist, ob es wirklich sinnvoll ist, einen Schulwechsel bei den Jugendlichen zu initiieren, da die Jugendlichen mit dem Einzug in die Wohngruppe genug Änderungen erleben. Darüber hinaus ist es ein Ziel, mit dem Jugendlichen eine berufliche Perspektive über die Schule hinaus zu entwickeln. In Einzelfällen, in denen Jugendliche im Verlauf der Maßnahme bereits einen Schulabschluss erreichen, ist es auch Aufgabe, Ausbildungsstellen zu suchen und notwendige formelle Voraussetzungen dafür in die Wege zu leiten (Arbeitserlaubnis bei UmF etc.). Diese Schritte finden in enger Absprache und im Auftrag des zuständigen Vormunds statt. Praktika in den Schulferien gelten als wichtiger Stabilisierungsfaktor und werden in fast allen Schulferien initiiert. Ein weiterer Effekt ist, dass einige Praktikanten die Möglichkeit haben in ihrem Praktikumsbetrieb regelmäßig einige Stunden wöchentlich auf geringfügiger Basis zu arbeiten. Das Geldverdienen ist hierbei ein nebensächlicher Gewinn. Zudem kann durch die Ausübung von Praktika die Chance der Übernahme in einen Ausbildungsplatz erfolgen. Kurzkonzept der interkulturellen Wohngruppe Hasstraße § 13 SGB VIII Folgende Ziele und Inhalte für die jungen Menschen sind uns wichtig:

    • Entwicklung von Lebens- und Zukunftsperspektiven.
    • Schulische und /oder berufliche Integration.
    • Förderung der zunehmenden Selbstverantwortung und Selbständigkeit.
    • Einlassen auf die Unterstützung und die Beziehungsangebote der pädagogischen Fachkräfte.
    • Förderung des Zusammenlebens unterschiedlicher ethnischer, religöser, kultureller junger Menschen.

    Durch den gegebenen Rahmen ergibt sich über den Arbeitskontext Jugendamt – Ausländeramt – Jugendhilfeanbieter hinaus eine hohe Notwendigkeit zur Kooperation mit anderen Einrichtungen und externen Stellen. Die Koordination des Kooperationsprozesses im Alltag liegt dabei in der Verantwortung des jeweiligen Bezugsbetreuers und findet im Rahmen der Hilfeplanung und in enger Absprache mit dem Vormund statt.

    Kooperations- und Vernetzungspartnerschaften:

    • Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Nürnberg
    • Vormundschaft der Jugendlichen
    • Ausländerbehörde der Stadt Nürnberg
    • Jobcenter Nürnberg
    • Jugendsachbearbeiter der Polizei
    • Migrationsrat der Stadt Nürnberg
    • Ethnische Vereinigungen und integrierte Volksvertreter
    • Volkshochschule bzw. Träger von Sprach- und Integrationskursen
    • Öffentliche Schulen
    • Gewerbe- und Berufsschulen
    • Hausärzte, verschiedene Fachärzte und das Gesundheitsamt
    • Vereine
    • Unternehmerverbände
    • Dolmetscher, Sprach- und Kulturvermittler
    • Gesundheitsamt Nürnberg
    • Freiwilligenagentur